Die Stadt Baunatal ist eine junge, moderne Stadt im Grünen mit über 27 000 Einwohnern. 

Das Stadtgebiet entstand als Folge der Ansiedlung eines Zweigwerkes der Volkswagen AG im Jahr 1957 durch den Zusammenschluß der sieben ehemals ländlich orientierten Gemeinden Altenbauna, Altenritte, Kirchbauna, Großenritte, Hertingshausen, Rengershausen und Guntershausen. 


Die vorteilhaften Erwerbsbedingungen, die günstigen Anbindungen an das Verkehrsnetz, insbesondere die vorhandenen Arbeitskraftreserven im Kasseler Raum gaben den Ausschlag bei der Standortwahl. Der Ansiedlung des VW-Werkes folgte eine schnelle und tiefgreifende Umstrukturierung des gesamten Baunataler Raumes. Die damit an die betroffenen Gemeinden gestellten Anforderungen überstiegen bei weitem deren Verwaltungs- und Finanzkraft. 
So schlossen sich am 1. Januar 1964 die Gemeinden Altenbauna, Altenritte und Kirchbauna freiwillig zur Gemeinde Baunatal zusammen. Unter den gleichen Gesichtspunkten kam es am 1. Juli 1966 zum Zusammenschluß der Gemeinde Baunatal und der Nachbargemeinde Großenritte zur Stadt Baunatal. 


Dieser Umbruch vom Dorf zur Stadt bedeutete für die Stadtplanung eine Aufgabe, die in ihrer Größenordnung weit über das hinausreicht, was anderen, aus einem Kern gewachsenen Städten eigen ist. So bedurfte es in den ersten Jahren einer großräumigen Verkehrsplanung, um den starken Pendelverkehr zu bewältigen. Zugleich mußte dem Wunsch der VW-Arbeiter durch die Schaffung ausreichender Wohnmöglichkeiten Rechnung getragen werden, in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen zu können. 

 


Rathaus Baunatal

  
 

 
Baunatal
28.020 Einw.
Fläche: 38,27 km²
PLZ: 34225
KFZ: KS

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Als sich am 1. Oktober 1971 die Gemeinde Hertingshausen und im Zuge der Gebietsreform am 1. August 1972 die Gemeinde Buchenhagen (mit den Ortsteilen Rengershausen und Guntershausen) Baunatal anschlossen, zählte die Stadt über 19 000 Einwohner auf einer Gesamtfläche von 3 760 ha. Diese Veränderungen verlangten von den Kommunalpolitikern die Beachtung zweier wesentlicher Gesichtspunkte der Stadtentwicklung: 
1. der Stadt mit ihrer schnell wachsenden Bevölkerung ein Zentrum mit den notwendigen sozialen Einrichtungen, Schulen und Sportanlagen zu schaffen und 
2. das Eigenleben der einzelnen Stadtteile ausreichend zu fördern. Aufgabe der Stadtplaner war es nun, die mit den erheblichen Strukturwandlungen verbundenen Probleme Schritt für Schritt zu lösen. Maßgebliche finanzielle Hilfe erhielt die Stadt dabei bis 1992 von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Hessen, da mehrere Gebiete im Stadtbereich und insbesondere zwischen den Stadtteilen Altenbauna, Altenritte, Kirchbauna und Großenritte als Entwicklungsmaßnahme nach dem Städtebauförderungsgesetz anerkannt waren. Die Beobachtung, daß die meisten Bürgerinnen und Bürger vor der Entscheidung des Zuzugs nach Baunatal neben ausreichenden Wohnmöglichkeiten nach den Bildungschancen für die Kinder, nach der Möglichkeit des Besuchs von Kindergärten, nach kulturellen Einrichtungen und nach Gelegenheiten der sportlichen Betätigung fragten, veranlaßte Baunatal, eine Wohnstadt mit hohem Freizeitwert zu schaffen. Die politisch Verantwortlichen sehen hierbei insbesondere auch die Verpflichtung, die alteingesessenen Bewohnerinnen und Bewohner und die vielen Neubürgerinnen und Neubürger zu einer Gemeinschaft zusammenwachsen zu lassen. 

 

Die Idee einer Wohnstadt im Grünen wurde realisiert durch die Schaffung des 50 ha großen Stadtparks. Dieser Schul-, Sport- und Freizeitpark wird als Demonstrativvorhaben und zugleich als eines von drei ausgewählten Bundesmodellen für den Sportstättenbau durch den Bund und das Land Hessen finanziell gefördert. Durch den Bau eines Sportstadions mit den dringend erforderlichen Anlagen für die leichtathletischen Disziplinen und Plätze für etwa 8 000 Zuschauerinnen und Zuschauer wurde dieses Zentrum in seinem Modellcharakter verstärkt und hat eine optimale Abrundung erfahren. Auch die Rundsporthalle, die im September 1982 ihrer Bestimmung übergeben wurde, prägt durch ihre architektonische Besonderheit das Stadtbild des Zentrums. 


 

Die jüngste Attraktion in Baunatal ist das Sport- und Freizeitbad "Aqua-Park", das 1992 seiner Bestimmung übergeben wurde. Aus dem früheren Ozon-Hallenbad wurde ein Freizeitbad. Durch eine in Deutschland einmalige verschiebbare Dachkonstruktion ist in Baunatal auch weiterhin eine Freibadsaison möglich. 
Aus dem Bemühen, bei der Schulplanung Fehlentwicklungen und -investitionen zu verhindern, wuchs der politische Wille, an den bereits bestehenden und den neu zu errichtenden Schulen die Voraussetzungen für modernen, an neuen pädagogischen, psychologischen und soziologischen Erkenntnissen orientierten Unterricht zu schaffen und gut ausgestattete Schulgebäude zur Verfügung zu stellen. So entstanden neben der Theodor-Heuss- Schule die Friedrich-Ebert-Schule, die Grundschulen am Stadtpark sowie die Erich-Kästner-Schule als zweite integrierte Gesamtschule. Die Stadt investierte für die städtischen Kindergärten in den letzten 10 Jahren über 15 Millionen DM und verfügt nunmehr über mehr als 900 Kindergarten- und 140 Hortplätze in 14 Einrichtungen. Sie ist damit in der idealen Lage, dem Rechtsanspruch eines jeden Kindes auf einen Kindergartenplatz nachkommen zu können. Alle Kindergärten, wobei in vier Einrichtungen eine integrative Gruppe eingerichtet wurde, werden nach einem einheitlichen pädagogischen Grundrezept geführt und sind dementsprechend personell und materiell gut ausgestattet. Außer den städtischen Kindergärten gibt es im Stadtgebiet noch zwei weitere Einrichtungen, deren Träger Elternvereine sind. Das städtische Jugendzentrum "Second Home", die Jugendeinrichtung "City-Club" sowie 63 Kinderspielplätze geben den Kindern und Jugendlichen gute Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung. 

 

 

Als größte Gemeinschaftseinrichtung stehen im Zentrum der Stadt das Rathaus und die Stadthalle. Dieser Bau ist eine Stätte der Begegnung und kultureller Anziehungspunkt. Mittelpunkt ist eine ca. 830 Quadratmeter große Saalfläche mit 800 Sitzplätzen und einer Bühne, auf der laufend Veranstaltungen aller Art stattfinden. Hinzu kommen weitere kleine Gesellschaftszimmer und Gemeinschaftsräume, ein Restaurant, eine Kegelbahn und andere sportliche und gesellschaftliche Einrichtungen. Im Rathausfoyer finden alljährlich zahlreiche Ausstellungen statt, wobei die Stadt Baunatal versucht, der Bevölkerung die Vielfalt der Kunst nahezubringen. Mit dem Angebot von rund 600 Betten in Hotels und Pensionen wurden die Möglichkeiten für mehrtägige Veranstaltungen verbessert. 

Baunatal ist eine moderne Stadt, in der es sich gut leben läßt.

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Partnerstädte der Stadt Baunatal

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VIRE 
Am 16. Oktober 1983 wurde die Partnerschaft mit der Stadt Vire/Frankreich begründet. Die Stadt, gelegen im Herzen der Normandie (Department Calvados), liegt 950 km von Baunatal entfernt und hat 16 500 Einwohner.

SANGERHAUSEN
Am 30. Juni 1990 wurde die Partnerschaft mit der Stadt Sangerhausen/ Deutschland (ehem.DDR) begründet. Die in Sachsen-Anhalt gelegene Berg- und Rosenstadt liegt 170 km von Baunatal entfernt und hat 31 000 Einwohner. Im Jahr 1204 wurden Sangerhausen die Stadtrechte verliehen. Berühmt wurde Sangerhausen durch das Europa-Rosarium, Europas größtem Rosenpark.


SAN SEBASTIAN DE LOS REYES
Am 28. August 1990 wurde die Partnerschaft mit der Stadt San Sebastián de los Reyes/Spanien begründet. Die Stadt, im Norden unmittelbar an Madrid angrenzend, liegt 2 000 km von Baunatal entfernt und hat 56 000 Einwohner.

VRCHLABI
Am 22. Juni 1991 wurde die Partnerschaft mit der Stadt Vrchlabi/Tschechien begründet. Die am südlichen Fuße des Riesengebirges, im Tal der Elbe gelegene Stadt liegt 570 km von Baunatal entfernt und hat 15 000 Einwohner. Im Jahr 1533 wurden Vrchlabi (ehemals Hohenelbe) die Stadtrechte verliehen.

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Geschichtliches zu Baunatal 

  Ersterwähnungen:
775 Erzbischof Lullus übergibt die Besitzungen des Klosters Hersfeld Karl dem Großen, darunter Grundbesitz in Rittnahe, dem späteren Ritte (Breviarium Sancti Lulli).
1015 Kaiser Heinrich II. stellt am 26.Januar 1015 in Frankfurt eine Urkunde aus, wonach er 6 Hufen in Bunun (Bauna) mit dem Hersfelder Abt gegen ein Gut in Thüringen tauscht.
1074 Die Gründungsurkunde des Klosters Hasungen verzeichnet zinspflichtige Höfe und Grundbesitz in Bunum (Bauna), Hertungeshusen (Hertingshausen) und Hunthereshusen (Guntershausen)
  weitere Geschichtsdaten:
1102 Graf Werner, Vogt des Klosters Kaufungen, schenkt der Abtissin Ländereien in den beiden Ritten.
1123 Erzbischof Adalbert 1. von Mainz bestätigt dem Kloster Hasungen Schenkungen in Aldenbune und Kilechbune (Kirchbauna)
1154 Schenkung von Besitz in Reingozzeshusen (Rengershausen) an das Kloster Hasungen.
1303 Landgraf Heinrich belehnt den Ritter Joh. Riedesel mit Gütern in Wenigen Ritte (Altenritte) und Grosin-Ritte (Grossenritte).
1598 Für das Kirchenspiel Kirchbauna mit den Gemeinden Kirchbauna, Altenbauna, Rengershausen und Hertingshausen wird ein Kirchenbuch geführt.
1610/1625/1637 Die Pest wütet in den Baunatalgemeinden und rafft viele Menschen dahin.
1618-1648 Im 30-jährigen Krieg leidet die Bevölkerung des Baunatals unter Plünderungen und Überfällen der durchziehenden Truppen.
1638 Nach vielen Kriegsjahren wird in Großenritte und Altenritte wieder ein Kirchenbuch geführt.
1768 Beim Bau des Schlosses Weißenstein (Kassel-Wilhelmshöhe) kommt es zum ersten Streik der Bauern des Baunatales wegen zu leistender Hand- und Spanndienste.
1776 Im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg nehmen 32 Männer aus unseren Dörfern als Söldner an den Kämpfen teil.
1848 In Guntershausen wird die damals größte Eisenbahnbrücke Deutschlands gebaut.
um 1850 Viele arme Menschen des Baunatals verlassen ihre Heimat und wandern nach Amerika aus.
1903 Die Naumburger Kleinbahn nimmt den Betrieb zwischen Kassel-Wilhelmshöhe und Elgershausen auf.
1938 Zwischen Rengershausen und Altenbauna errichten die Henschel-Flugmotorenwerke einen Rüstungsbetrieb.
1957 Auf den Trümmern dieses Werkes wird ein Zweigwerk der Volkswagen AG angesiedelt.
1.1.1964 Die Gemeinden Altenbauna, Altenritte und Kirchbauna schließen sich zur Gemeinde Baunatal zusammen.
1.7.1966 Die Stadt Baunatal entsteht durch den Zusammenschluß von Baunatal und Großenritte.
1.9.1970 Zusammenschluß der Gemeinde Rengershausen und Guntershausen zur Gemeinde Buchenhagen.
1.10.1971 Die Gemeinde Hertingshausen wird fünfter Stadtteil.
1.8.1972 Die Gemeinde Buchenhagen (Rengershausen und Guntershausen) wird eingegliedert.
23.8.1974 Der 20.000 Bürger in Baunatal wird geehrt.
26.10.1978 Einweihung der Stadthalle.
12.5.1979 Einweihung des Parkstadions.
13.3.1982 Einweihung des Jugendzentrums Second Home.
14.-16.5.1982 Einweihung des Stadtparks.
11./12.9.1983 Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Baunatal und Vire (Frankreich)
23.5.1986 Einweihung der Fußgänangerzone im Zentrum.
30.6.1990 Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Baunatal und Sangershausen (Sachsen-Anhalt)
28.8.1990 Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Baunatal Sebastian de los Reyes (Spanien)
22.6.1991 Gründung der Städtepartnerschaft zwischen Baunatal Vrchlabi (Tschechische Republik)
13.6.1992 Einweihung des Sportbades im Aqua Park.
31.07.1992 Jahrhunderthochwasser
13.12.1992 Patenschaft mit dem Heeresmusikkorps 2.
01.03.1993 Einweihung Kindertagesstätte Am Stadtpark.
24.11.1994 Einweihung der Westpassage.
27.05.1995 Einweihung der Straßenbahnneubaustrecke bis Großenritte.
05.10.1995 Einweihung Bildungszentrum.
Dez. 1995 Auszeichnung mit dem Landespreis "Familienfreundlicher Städtebau"
27.04.1996 Einweihung Tennisleistungszentrum.
11.-20.6.1999 Hessentag in Baunatal